Verein zur Unterstützung russischsprachiger
Mitbürger in Deutschland e.V.
mit der Unterstützung von Stadt Heidelberg

Die russische Sprache in der deutschen Straßenbahn

Verfasserin: Julija Wischnewezkaja

- In den deutschen Großstädten ist es heutzutage keine Seltenheit mehr, das gesprochene Wort in einer Fremdsprache zu hören, das fast genauso oft wie in deutscher Sprache gesprochen wird. In den kleinen Ortschaften sieht die Situation anders aus, aber dort ist auch die Anzahl der ansässigen Migranten geringer. Jedoch auf jeden Fall kann man der Unfreundschaftlichkeit seitens der Ureinwohner im Hinblick auf das russisch gesprochene Wort auf der Straße oder im öffentlichen Verkehr ziemlich selten begegnen.

- Die Eltern haben mit ihren Kindern diejenige Sprache zu sprechen, die sie selbst besser beherrschen. Möge das Kind lieber in gutem Türkisch als in schlechtem Deutsch sprechen. Es ist gut, wenn von Ausländern den Kindern Kenntnisse in jeweiliger Muttersprache bezüglich der Kunst des Lesens und Schreibens beigebracht werden, Deutsch werden sie sowieso meistern.

- Nach und nach hören auch die Ausländer selber auf, sich zu genieren, ihre Muttersprache in der Öffentlichkeit zu sprechen. Noch vor 30 Jahren haben sich die Migranten, insbesondere die Übersiedler aus Osteuropa Mühe gegeben, an den öffentlichen Orten, deutsch zu sprechen. Somit waren sie bestrebt, zu beweisen, dass sie sich im Lande recht gut eingelebt haben. Aber jetzt ist die Barriere zusammengebrochen, – die Haupttendenz ist durch die „Emanzipation“ der Muttersprachen vertreten, bei der die Menschen sich ungezwungener fühlen.

- Ein zeitgenössischer Europäer hat unter idealen Umständen mindestens drei Sprachen zu sprechen. Für die Migranten kann als eine solcher Sprachen ihre Herkunftssprache dienlich sein. Deswegen sind in den einzelnen Bundesländern die Sprachen der am weitesten verbreiteten Gruppen der Migranten sogar ins System der Schulbildung aufgenommen, deren Unterrichten aus dem Landeshaushalt finanziert wird. Die russische Sprache nimmt in dieser Hinsicht die besonderen Positionen ein.

- Die Muttersprache stellt gar kein Hindernis beim Erlernen der deutschen Sprache dar. Im Gegenteil je größere Anzahl von Wörtern das Kind in seiner Muttersprache kennt, um so umfangreicher ist sein Wortschatz der deutschen Sprache. Deswegen entbehren die an die Migranten-Eltern adressierten Empfehlungen einiger Lehrer, zu Hause möglichst deutsch zu sprechen, jeder realistischen Grundlage. Für die Kinder und für ihre Entwicklung ist es nicht besonders gut.

- Die Behörden sollen daran interessiert sein, dass von den Kindern der Migranten ihre Muttersprache gemeistert wird. Das muss nicht aus Mitleid oder in bester Absicht gemacht werden. In der postindustriellen Welt ist der Unterricht in Muttersprache – keine Wohltätigkeit, sondern eine lebenswichtige Erforderlichkeit in der Gesellschaft, die an den berufsmäßig sehr gut vorbereiteten Spezialisten interessiert ist.

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