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Die Schule und 12 Irrtümer der Eltern

Verfasserin: Mayte Rius

Die Mehrheit der Eltern wenden viel Aufmerksamkeit der Ausbildung ihrer Kinder zu, indem sie bestrebt sind, ihnen das Beste zu geben. Dabei sind sie sich aber nicht immer ganz eindeutig ihrer eigenen Rolle im Prozess des Schulunterrichts bewusst und begehen häufig die Fehler in der Erziehung des Kindes.

Die spanischen Forscher haben eine ganze Reihe von am meisten verbreiteten Regiefehlern der Eltern auf dem Gebiet der Schulbildung und der Erziehung hervorgehoben.

1. Sich in der Rolle von Lehrern gefallen

Viele Eltern helfen ihren Kindern, die Aufgaben zu machen, erklären ihnen das Lehrmaterial, korrigieren die Arbeiten. Und dennoch kann man nicht gleichzeitig als Eltern und Lehrer auftreten. Die Rolle der Eltern besteht in der Kontrolle in der Hinsicht, dass die Arbeit erfüllt, richtig aufgemacht worden ist, dass es keine unerfüllten Aufgaben geblieben sind, ohne den Inhalt in Betracht zu ziehen, weil die Hausaufgaben den Schülern für die selbständige Ausführung erteilt werden. Dies bedeutet jedoch bei weitem nicht, dass, sofern das Kind seine Eltern nach irgendetwas fragen wird, was er nicht weiß oder nicht versteht, sie es nicht auf den rechten Weg hinlenken können, der ihm helfen wird, eine Antwort zu finden.

2. Bestrebt sein, aus ihren Kindern Einsteins zu machen

Der Wunsch, die Kinder-Genies zu haben, behindert die Eltern dabei, Verständnis für die realistischen Fähigkeiten ihrer Kinder und deren Probleme zu besitzen. Die häufig überhöhten Anforderungen der Eltern bedeuten für das konkrete Kind eine viel zu hohe Messlatte, infolgedessen die Herabsetzung der Motivation, ein zunehmender Widerstand und sogar eine niedrige Selbsteinschätzung nach sich gezogen werden können, von welcher der Prozess der Ausbildung immer mehr erschwert wird.

3. Alles auf das Lernen zurückführen

Das Lernen nimmt den größten Anteil unter den Sorgen im familiären Bereich und demzufolge in den täglichen Gesprächen ein. Von vielen Eltern wird das Lernen als die wichtigste Sache im Leben ihrer Kinder betrachtet. Wenn der Unterricht im Leben der Kinder auch die wichtigste Rolle spielt, sind auch die anderen Aspekte der Entwicklung wie zum Beispiel, Sport, Spiele und Kulturveranstaltungen, Freizeit, Zukunftspläne und Familienangelegenheiten, Freunde, die gesellschaftlichen Verhältnisse, die persönlichen Anhänglichkeiten innerhalb der Familie und außerhalb ihren Grenzen nicht zu vergessen.

4. Für die guten Zensuren auszeichnen

Eine gewöhnliche Art und Weise seitens der Eltern, ihre Kinder für die Lehre zu begeistern, stellt das Versprechen den Kindern von teuren Geschenken im Falle der guten Benotungen dar, was aber ein Irrtum ist. Die guten Zensuren sind würdig dessen, dass sie gerühmt, für richtig befunden und sogar feierlich geehrt, jedoch nur nicht gekauft werden, weil das Kind auf der Stelle zum Sklaven der materiellen Stimuli wird. Und, falls es, ungeachtet der versprochenen Auszeichnung, eine gute Belohnung nicht verdienen wird, wird seine Enttäuschung noch größer sein, weil das Kind außer dem Misserfolg in der Schule auch noch ohne Geschenk bleibt.

5. Die Faulheit für die Nervenstörung ausgeben

Viele Kinder sind unfähig, über sich selbst eine Anstrengung zu machen, um die Hausaufgabe vorzubereiten, oder einfach im Unterricht aufmerksam zu sein, aufgrund ihrer Faulenzerei. Dies ist aber einfach auf die Unreife aufgrund des Alters und nicht auf die Nervenstörung zurückzuführen. Manchmal lässt man es auf einen Versuch ankommen, diese Faulenzerei als eine Auswirkung der Enttäuschung oder des Stresses vorzustellen, obwohl es sich in Wirklichkeit um einen Mangel an Selbstständigkeit handelt.

6. Die Ungeduldigkeit

Viele Eltern wollen, dass ihren Kindern nach Möglichkeit Fremdsprachen beigebracht werden, sie zu lesen und zu schreiben anfangen, noch bevor sie zur Elementarschule angemeldet werden, die mathematischen Operationen meistern, indem von ihnen das Schulprogramm überholt wird. Das führt dazu, dass die Eltern beim Zusammenstoß ihrer Kinder mit den ersten Schwierigkeiten im Unterricht oder mit den ersten schlechten Benotungen stark missgestimmt werden. Von den Eltern wird dabei vergessen, dass die Schwierigkeiten und Fehler dem Unterrichtsprozess eigen sind, und von den Kindern in erster Linie die Ruhe und Einstellung auf die hartnäckige Arbeit im Verlauf des ganzen Schuljahres benötigt werden.

7. Sich nicht an die Schulmethodik halten

Einige ungeduldige Eltern versuchen, das Lesen und Rechnen ihren Kindern mit ihren eigenen Methoden beizubringen, erteilen ihnen zusätzliche Hausaufgaben, ohne den Umstand berücksichtigt zu haben, dass sie dadurch womöglich dem pädagogischen Rhythmus der Schule zuwiderhandeln. Die Eltern müssen sich über die Auswahl der Schule im Klaren sein, sich dessen bewusst sein, dass sie mit ihren Herangehensweisen an den Unterrichtsprozess einverstanden sind, und danach parallel arbeiten, indem sie ihren Kindern beim Lernen Hilfe gewähren, sich aber dabei gegenüber der Schulmethodik achtungsvoll verhalten und mit den Lehrkräften in der gleichen Richtung handeln, ohne mit ihnen im Widerspruch zu stehen.

8. Eigene Erfahrungen auf die Kinder übertragen

Die Eltern haben ihre eigenen Erfahrungen mit der Ausbildung nicht auf ihre Kinder zu übertragen. Sie müssen berücksichtigen, dass die Schule einen ständigen Wandel erfährt und die Kinder ebenfalls. Und das, was den Eltern gefallen hat oder ihnen beigebracht worden ist, wird gar nicht so unbedingt die Garantie des Erfolges für ihre Kinder darstellen.

9. Die Handlungen der Lehrkräfte in Zweifel ziehen

Die Lehrer verfügen über keine ehemaligen Möglichkeiten für die Aufrechterhaltung der Disziplin in der Klasse mehr und es ist äußerst unerwünscht, wenn die Eltern, statt sie zu unterstützen, dagegen auftreten, und die Schüler, indem sie von der sich herausgebildeten Situation Gebrauch machen, diese beiden Parteien manipulieren und eine Partei gegen die andere aufhetzen, obwohl die Eltern wie auch die Lehrer die gleichen Ziele vor sich haben. Die Zusammenwirkung und der Austausch von Informationen zwischen den Eltern und den Schülern können dem Kind behilflich sein, sowohl gute Leistungen in der Ausbildung zu erreichen als auch sein Verhalten zu verbessern.

10. In einer Rolle als Ermittler auftreten

Einige Eltern klären auf, wie die Hausaufgaben und die anderweitigen Arbeiten erfüllt werden, sowie die Zeitpunkte der Prüfungen durch soziale Netzwerke oder über die Eltern von anderen Kindern, aber das alles bringt lediglich das Misstrauen hervor, ohne irgendwas zu entscheiden. Von den Sachverständigen wird das Zustandebringen der absoluten Kontrolle über die Ausführung der Schulaufgaben, die ständige Überprüfung in der Hinsicht, was vom Kind gelesen oder durchgesehen wird, nicht empfohlen u. z. mit der Versicherung, dass es besser ist, die Aufsicht über das Kind aus einiger Entfernung zu führen, indem man ihm das Recht auf eine gewisse Selbstständigkeit eingeräumt hat.

11. Die Organisationsaufgaben lösen

Die Kinder müssen sich daran gewöhnen, ihre Probleme selbst zu lösen, ohne die Verantwortung von sich auf die Verwandten oder die Sachverhalte abzuwälzen.

12. Die Bestrafung in Zusammenhang mit der Ausführung der Hausaufgaben bringen

Das Ziel soll darin bestehen, dass die Kinder an der Lektüre und an der Lehre ihr Vergnügen finden, und diese Beschäftigung von ihnen nicht als eine Bestrafung wahrgenommen wird. Die Lektüre oder die Ausführung der Hausaufgaben soll von ihnen ebenfalls nicht als die erforderliche Entlohnung für die Anschauung von Fernsehprogrammen im Fernsehgerät, die Möglichkeit, zu spielen oder sich mit den Freunden zu treffen, betrachtet werden.

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